Google veröffentlicht Styleguide für Android Applikationen

12. Januar 2012

Um das Design der Android Applikationen zu vereinheitlichen und die Qualität des User Interface insgesamt zu verbessern hat Google einen Styleguide für Android Entwickler veröffentlicht. 

Ein häufiger Kritikpunkt an Android ist das teils sehr unterschiedliche Design der mittlerweile ca. 600.000 Applikationen im Android Market. Auf der einen Seite wird häufig das Design schlichtweg als nicht schön empfunden. Auf der anderen Seite sind unterschiedliche Benutzerführungen verwirrend für den Anwender. Mit der neuen Seite Android Design stellt Google den zahlreichen Android Entwicklern nun einen Styleguide zur Entwicklung von Android Applikationen zur Verfügung.

Android Design

Styleguide Android Design (Quelle: http://developer.android.com/design)

Detaillierte Empfehlungen für Android Entwickler

Der Styleguide für Android Applikationen ist sehr umfangreich und detailliert. Im Bereich “Style” gibt es unter anderem Empfehlungen zur Typografie, Farben, Icons sowie Informationen zu unterschiedlichen Displaygrößen. Im zweiten großen Bereich “Patterns” zeigt Google die Struktur und Funktionsweisen von Apps auf. Hier wird die Navigation, Touchscreen-Gesten oder die Action Bar aufgezeigt. Der Teil “Building Blocks” zeigt die einzelnen Inhaltselemente wie zum Beispiel Tabs, Listen oder Buttons.

Insgesamt legt Google den Entwicklern mit Android Design einen sehr umfangreichen und detaillierten Leitfaden für das Design von Android an die Hand. Hierbei greift Google auf die Erfahrungen beim Design von Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) zurück. Aus meiner Perspektive ein nachvollziehbarer und notwendiger Schritt um die User Experience mit Android zu verbessern.

Smartphones mit Android 4.0 müssen Standard-Oberfläche bieten

Während der Styleguide für Entwickler nur Empfehlungscharakter hat, so müssen die Hersteller von Android Handys mit Android Version 4.0 künftig die Standard Oberfläche “Holo” des Betriebssystems installieren. Allerdings können Hersteller nach wie vor ihre eigenen Oberflächen auf den Endgeräten vorinstallieren. So werden Anwender auch in Zukunft die erweiterten Oberflächen als Standard erhalten, wie zum Beispiel HTC Sense.

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