Google Music in den USA gestartet

17. November 2011

Google hat seinen eigenen Musikdienst “Google Music” gestartet. Nutzer können sowohl eigene Musikdateien auf den Google Servern speichern und streamen als auch Musikstücke kaufen. Das Angebot startet zunächst in den USA.

Lange gab es schon Gerüchte über einen Musikladen von Google. Seite heute ist Google Music für Nutzer aus den Vereinigten Staaten verfügbar. Bislang konnten drei der vier großen Musik Label für das Angebot gewonnen werden: Universal Music, EMI und Sony Music. Warner Music fehlt bislang im Angebot, so dass man auf Künstler wie R.E.M., Johnny Cash oder Green Day vorerst verzichten muss. Wann der Dienst in Deutschland startet, ist bislang noch nicht bekannt.

Google Music

Neuer Musikdienst: Google Music

Onlineshop und Cloudspeicher

Im Wesentlichen besteht Google Music aus zwei unterschiedlichen Diensten. Zum Einen können können Nutzer ihre eigenen Musikdateien auf einen Google-Server hochladen und in der Cloud speichern. Die gespeicherte Musiksammlung kann mit allen Endgeräten synchronisiert werden. Mit der Android-App können Titel auch lokal gespeichert werden, so dass diese auch offline angehört werden können. Im deutschen Android-Store ist diese Anwendung bislang noch nicht verfügbar.

Google Music Android App

Google Music Android App

Auf der anderen Seite können Musikstücke auch direkt online gekauft werden. Das Angebot umfasst bereits 13 Millionen Titel im Vergleich zu 18 Millionen Titeln im iTunes Store. Zum Start wartet Google mit exklusivem Materiel auf. So gibt es exklusiv eine Live-Aufnahme der Rolling Stones aus dem Jahr 1973, fünf Songs von Coldplay von einem Konzert in Madrid sowie ein aktuelles Live Album von Pearl Jam aus Toronto. Als Besonderheit können alle Google-Nutzer Ihre Lieblings-Songs in ihrem Netzwerk von Google+ teilen und einmal kostenlos hören lassen.

Der Google Artist Hub gibt Künstlern ohne einen Plattenvertrag die Möglichkeit ihre Musik zu veröffentlichen und zu vertreiben. Die eigenen Titel können hochgeladen und den Preis selbst festgesetzt werden. Für eine einmalige Registrierungsgebühr von 25 US-Dollar können Musiker eine Seite einrichten und Ihre Musik darüber vermarkten. Mit diesem Angebot versucht Google offensichtlich MySpace Konkurrenz zu machen.

Nicht in Google Music enthalten ist ein Abo-Modell, wie man es von Spotify oder dem in Deutschland bekannten Dienst Simfy her kennt. Bei diesen Angeboten kann man gegen eine monatliche Gebühr von 10 Euro (Simfy) das komplette Angebot nutzen, es offline anhören und lokal auf seinem Android Handy speichern.

Google geht mit seinem Musikdienst zunächst mal in Konkurrenz zu den Stores von iTunes und Amazon. Mit iTunes Match und dem Amazon Cloudplayer ist es ebenso möglich, die eigene Musiksammlung in der Cloud zu speichern. Bei mittlerweile 200 Millionen aktivierten Android Handys besteht auf jeden Fall ausreichend Potential für Google Music.

Google Music im Video vorgestellt

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